Dudelsack - Hintergrund

Meist ist erstmal nur der schottische Dudelsack, die great highlandpipe als "der" Dudelsack bekannt. Und dann noch die durch mittelalterliche Veranstaltungen dargebotenen martialischen "Mittelalter-Dudelsäcke". Diese haben vom Äusserlichen her nichts mit historischen Vorbildern gemein, sondern sind eine moderne Zeiterscheinung.

Traditionelle Dudelsäcke gibt es in vielen Varianten. Fast jedes europäische Land und seine Regionen haben einen eigenen Dudelsackstil.

Es gibt die osteuropäischen Dudelsäcke und die westeuropäischen. Die Osteuropäischen fanden ihren Weg aus dem Orient über den Schwarzmeerraum, Türkei, Griechenland in den Balkanraum und weiter Richtung Norden, Tschechien, Böhmen, Polen, Baltikum bis nach Skandinavien. Die westeuropäischen Dudelsäcke kamen durch die Mauren über Nordafrika nach Spanien und zogen weiter Richtung Norden, Frankreich, Belgien, Holland bis letztendlich nach Irland und Schottland.

Das mag überraschen, aber der Dudelsack kommt nicht aus Schottland sondern aus dem Orient, wie fast alle unsere Musikinstrumente.

Die osteuropäischen und die westeuropäischen Dudelsäcke unterscheiden sich ganz prägnant in der Konstruktion der Spielpfeife. Im Osten wird in der Spielpfeife ein Rohrblatt mit Aufschlagzunge verwendet, im Westen ein Doppelrohrblatt. Dies beeinflusst entsprechend den Klang der Instrumente.

Neben der Drechselarbeit der Pfeifen ist es auch der Ledersack, der luftdicht vernäht werden muss, das Ventil, das sauber schliessen muss und nicht zuletzt die Rohrblätter, die genau aufeinander abgestimmt werden müssen. Dies erfordert viel Einzelarbeit und diffiziles Einrichten des Instrumentes, damit es auch sauber und leichtgängig zu spielen ist.

Nun möchte ich hier nicht tiefer auf die Konstruktion der Dudelsäcke eingehen, doch sollte klar sein, das da schon einige Technik in den Instrumenten drin steckt. Dies sollte man bedenken, wenn man über den Preis eines solchen Instrumentes erstaunt ist.

Dennoch werden immer wieder Dudelsäcke zu Spottpreisen angeboten, meist schottische Highlandpipes. Diese sind vom Äusseren her recht schön und solide gearbeitet, aber die Technik funktioniert nicht. Der Sack hält keine Luft, das Ventil schliesst nicht, die Rohrblätter sprechen nicht an ...

Kein Instrument, was von einem Neuling in den Griff zu kriegen ist. Den kann man an die Wand hängen, aber zum Spielen bekommt man sie nur selten.

Da es sich rumgesprochen hat, das gerade bei den schottischen Dudelsäcken da einiges Unbrauchbare auf dem Markt ist, haben die gleichen Hersteller jetzt auch andere Modelle (spanische Gaita, Hümmelchen) im Programm, die aber auch nicht besser sind.

Nun, wie auch immer, es gilt Vorsicht beim Kauf eines Dudelsackes, und zwei Fehlkäufe können schon fast einen anständigen Kauf aufwiegen.

Wir bieten traditionelle spanische Gaitas an, die wir selbst in Spanien aussuchen.
Ausserdem die Weepipe aus einer renommierten deutschen Werkstatt.

Alle Dudelsäcke werden von uns vor dem Verkauf noch einmal durchgespielt und auf ihre Funktion geprüft.
Somit kann auch der Laie sofort mit dem Üben loslegen und sollte schnell zu ersten Erfolgen kommen.

Neuheiten

Die ersten Termine für 2018

Unter Unterwegs könnt Ihr die ersten Festival und Märkte einsehen, auf denen wir dieses Jahr mit unseren Instrumenten vertreten sein werden.

chinesische Blasinstrumente

Wir haben einige traditionelle chinesische Blasinstrumente neu: Hulusi, Dizi, Xiao, Bawu

Indianerflöten

Wir haben die Indianerflöte in drei Ausführungen : einfache in hoher Tonlage, einfach in tiefer Tonlage und als Doppelflöte